Die Nacht unter freiem Himmel war klar und kalt gewesen; daher suchte wohl auch der grosse Grasfrosch, den AlpinoF beim Aufstehen entdeckte, die Wärme unserer Schlafsäcke. Mit viel guter Laune liefen wir den Hang östlich des Mittelstock hinauf und kraxelten über die Schrofen auf den Grat, der den Mittelstock mit P.2186 verbindet. Der Tag begann zu dämmern, als wir über die teils brüchigen Fels, harten Firn und Schrofen bergan stiegen. Als wir den Firn nach der Schlüsselstelle erreichten, hob sich die Sonne über den Horizont und tauchte uns in orange-rotes Licht. Der Schnee an der Chanzle 2604m war etwas weich aber mit entsprechendem Einsatz gut zu gehen. Bald hatten wir den Guppengrat erreicht und genossen die Kraxelei hinauf zum Gipfel des Vrenelisgärtli 2905m. Dicke Wolken schoben sich von Westen über den Ruchen, als wir den Schwander Grat hinüberliefen und über die Ketten zu P.2859 zum Gletscher hinauf stiegen. Eigentlich hatten wir geplant, nun auf den Ruchen zu gehen, aber als wir im Schnee bis zu den Knien einsanken, hatte sich dieser Plan schnell erledigt. Teils recht mühevoll stiegen wir über den Gletscher hinab zur Glärnischhütte 1989m, wo wir unsere Mittagsrast nachholten. Der Wanderweg brachte uns schliesslich nach Käsern hinab, von wo aus wir der Fahrstrasse an den Klöntaler See 844m hinab folgten.

Alpinwanderung/Hochtour –T6/WS, ↗900m, 24. Juni 2016, 3h.