Voller Vorfreude auf drei Tage Skitouren waren wir heute morgen ins Avers gefahren – leider bot sich in Juf ein eher tristes Bild: Schnee lag zwar im Talboden genug, die Südhänge hatten jedoch nur sehr wenig Schnee und waren teilweise bereits aper; auf den Nordhängen lag zwar mehr Schnee, dieser war aber stark vom Wind bearbeitet. Nun ja, wir liefen mal los…

Zunächst fassten wir den Piz Tambo ins Visier. Beim Aufstieg zur Fuorcla dalla Valletta wummte es allerdings mehrmals recht deutlich, so dass wir diese Option bald verwarfen. Nächste Option: Piz Piot. Der Aufstieg verlief zunächst ohne Probleme bis zum Piotjoch 2820m. Von hier wählten wir die schneereichste Variante den steilen Nordgrat hinauf. Bis zu den Felsen lief es gut. Der starke Wind hatte jedoch den Schotter von Schnee befreit und die Querung unter dem ersten Vorgipfel war in dem losen Geröll kein Spass. So verzichteten wir auf den Aufstieg zum Nebengipfel P.3037 und kehrten um. Die Abfahrt in teils windgepesstem Schnee war ebenfalls keine große Freude. Die Tour wurde schließlich zum Reinfall, als AlpinoM einen Haifischzahn unter dem lockeren Schnee einfing. Resultat: ein 15cm langer Kratzer im Ski bis auf den Kern, ein geprellter Oberschenkel und viel schlechte Laune. Wir sagten unsere Unterkunft ab und traten die Heimreise an; in der Hoffnung in einem anderen Gebiet besseren Schnee zu finden.

Skitour – WS, ↗900m, ↘900m, 3h30min.