Nach dem gestrigen Tag im Pulverschnee und dem nicht unerheblichen Höhenmeter-Pensum liefen wir heute etwas weniger spritzig als sonst um viertel vor acht vom Golderli 1441m in den leicht bewölkten Morgen. Der Forstweg zum Bürgli 1617m sorgte zunächst für wenig Ablenkung. Erst als wir die Rumpfmasflue 2102m passierten (sehr zu Freude von AlpinoF, die daraus die „Rümpfnasenflue“ machte) und über den breiten Rücken des Dürreberg wanderten, wurden die Beine locker und die Stimmung hob sich. Nachdem wir den Steilhang oberhalb P.2628 hinauf gestiegen waren, machten wir uns an die kritische Querung unterhalb der Vorderi Bütlasse. Die Spur vom Vortag endete kurz vor dem Couloir durch die Felsstufe. Nach etwas Zögern und Probieren querten wir den letzten Hang und stiegen ohne Probleme in überraschend gutem Trittschnee durch das Couloir. Wenig später hatten wir den Gipfelhang hinauf gespurt und wühlten uns schliesslich ziemlich mühsam durch lockeren, teils hüfttiefen Schnee den steilen Hang zum Gipfel der Bütlasse 3193m hinauf (4h50min). Die Abfahrt? Tja, mehr als ein Grinsen braucht man eigentlich nicht auf diese Frage zu geben, man werfe einen Blick auf die letzten beiden Bilder (ja, es war so gut, wie es aussieht!). Ab der Rümpfnasenflue war der Schnee dann zwar pappig, aber beim Kaffee im Golderli hatten wir dieses Detail schon wieder vergessen.

Skitour – ZS, ↗1800m, ↘2100m, 7h. Merci an N. für die herrliche Tour!