Nachdem wir den Armee-Posten bei Wichlenberg 1291m davon überzeugt hatten, dass wir nicht beabsichtigten, ins Schussfeld der Panzer zu laufen, liefen wir auf hartem Schnee hinein ins Loch. Ja, heisst wirklich so, habe ich mir nicht ausgedacht. Und am Lochhüttli liefen wir auch vorbei. Toll, mit Gedanken über Ortsnamen kann man sich die Zeit vertreiben, während man durch den beginnenden Morgen schlappt. Die Querung am steilen Hang nach Oberstafel 1671m war etwas mühsam wegen der zahlreichen Lawinenbahnen (und lenkte vom Ortsnamen-Denkprojekt ab). Auch die eindrückliche Lawinenlandschaft auf dem Ringgen-Plangge sorgte für weitere Ablenkung und forderte die Geschicklichkeit im Lawinen-Bollen-mit-Skiern-queren heraus. Am Panixerpass 2403m sassen wir – etwas unüblich – fast zwanzig Minuten in der warmen Morgensonne und füllten die Kohlenhydrat-Speicher wieder auf. Dann ging’s weiter durch die Weiten der Mer Sura und schliesslich in der warmen Frühlingssonne, begleitet von Gewehr- und Panzer-Kanonen-Salven, hinauf auf den Hausstock 3158m (4h45min). Hier war aber Schluss mit warm, die herannahende Front schickte uns kalte Windböen entgegen. Wir warteten bis ca. 11:15 Uhr, um dem Schnee noch etwas Zeit zum Auffirnen zu geben, dann düsten wir durch den herrlichen Sulzschnee die Flanke hinunter. Nach einem Gegenanstieg errichten wir P.2608 und zogen anschliessend unsere Bahnen durch den etwas schwereren Schnee der Chären hinab zum Häxenseeli 2216m. Über teils sehr abwechslungsreichen Schnee (hart-Sulz-Presspulver) und etwas Lawinenschnee fuhren wir durch die Schlucht hinab nach Wichlenberg, wo die Panzer-Übung mit grossen Dieselwolken in vollem Gange war. Herzlichen Dank an N.A. für diese herrliche Tour!

Skitour – ZS, ↗19500m, ↘19500m, 17. März 2017, 7h, AlpinoM & N.A.