Desperate times call for desperate measures… das Wetter und die Alpinos, besonders auf Urlaubsreisen keine Traumkombination. Wir oft schon haben wir in den vergangenen Jahren an Orten Regen, Nebel und Schnee gesehen, wo anderen Leute wochenlang die Sonne auf die Nase schien… Aber wir wollen nicht jammern, immerhin hatten wir schon einige Highlights der Küste von Washington und Oregon gesehen – Olympia z.B. oder diese herrlichen Schlaglöcher am Cushman-Lake. Nicht zu vergessen: leckerer Kaffee und richtig leckere Burger. Aber heute wollten wir unsere Skier bewegen, die wir seit mehr als einer Woche durch den amerikanischen Nordwesten fuhren. Die Wetterprognose für den Vormittag war okay und so fuhren wir zum Mt. Bachelor-Skiresort und liefen auf der vorgeschriebenen Route entlang der Piste durch den Nebel, der über die Bergkette drücke. Die Eisformationen an den Bäumen waren beeindrucken und wir genossen die körperliche Aktivität. Nach einer Stunde erreichten wir die Pine Marten Lodge, von der aus die Skiroute auf den Gipfel führte. Allerdings: wegen des starken Windes war der obere Teil des Skigebiets geschlossen und der Zugang geschlossen (worauf uns der Mensch am Skilift in diesem herrlichen amerikanischen Polizeiton eindringlich hinwies). Okay, schon gut, wir kehren um… immerhin genossen wir dann eine wunderbare Abfahrt über die frisch präparieren Pisten.

Mittlerweile zogen dicke Wolken aus Westen auf und der Nebel wurde dichter. Was also tun mit dem Rest des Tages? Oh, wir könnten den Weg zu den Three Sisters rekognoszieren, falls wir mal wiederkommen, wunderbare Idee! Also latschen wir mit den Skiern über die Dutchman Flat (so flach, wie es sich anhört) nach NW. Kurz darauf irren wir uns leicht orientierungslos im lichten Nadelwald umher, trafen auf einen Schneeschuhwanderweg und fanden uns am Todd Lake wieder. Alles weiss in grau, kalter Wind und nun begann es zu schneien. Entlang des Winterwanderwegs liefen wir wieder zurück zum Skiresort. Nachmittags gab’s etwas Frustshoppen im REI-Laden in Bend, Kaffee und dem Planen diverser Szenarien für die kommenden Tage.

Reise – 22.04.2017.