Mit dem Alpinomobil waren wir am Vorabend durch Blitz, Donner, Starkregen und zu Letzt durch dichten Nebel zum Klausenpass gefahren und hatten dort eine angenehme Nacht in der Kühle der Passhöhe verbracht. Um 4:37 Uhr starteten wir in den noch bewölkten Morgen. Die Wolken zogen langsam nach Osten ab und als wir nach etwa zwei Stunden das Iswändli erreichten, hatte sich die Sonne den Himmel zurückerobert. Bis auf einige kurze Passagen war der Gletscher aper und die kleinen Spalten gut zu umgehen. Vom Vorgipfel stiegen wir praktisch ohne Schneekontakt hinüber zum Gipfelaufbau und erreichten nach angenehmer Kletterei den höchsten Punkt des Clariden 3267m. Ausser uns war noch niemand im Gebiet unterwegs und so genossen wir das herrliche Panorama. Der eisige Wind vertrieb uns bald und auf dem gleichen Weg stiegen wir wieder hinab zur Passhöhe des Klausenpasses, wo selbstgemachter Espresso auf uns wartete. Den Nachmittag verbrachten wir dann beim Ausgleichstraining im Freibad – Sommerferien können doch schön sein!

Hochtour – 22. Juli 2017, T3/WS/II, ↗1350m (3h15min), ↘1350m (2h15min).