Das Zusammenspiel zwischen Wetter und den Prognosen der diversen Wetterdienste produziert in diesem Jahr immer wieder die ein oder andere Überraschung. Tags zuvor hatten wir alle erdenklichen Überlegung angestellt und alle verfügbaren Wetterdienste konsultiert; Resultat: im Wallis sollte es ganz okay sein, und vor allem keinen Neuschnee mehr gehen. Aber es kam irgendwie anders. Als wir von Ferpecle P.1828m bei teils sonnigem Wetter losmarschieren, hingen die Gipfel der Bergketten in schweren Wolken; dass es doch einiges geschneit hatte, war aber bald sichtbar. Wir setzten auf die versprochene Sonne am Nachmittag und stiegen an der Hütte Bricola 2415m vorbei hinauf zur Schotterwüste unterhalb des Glacier des Manzettes. Bei der Rast am kleinen Gletschersee begannen die Wolken dichter zu werden und als wir die Felsen des Roc Noir erreicht hatten, begann es aus dem dichten Nebel leicht zu schneien. Als auf ca. 3150m ca. 15cm feuchter Schnee lagen, brachen wir die Übung ab und stiegen über die jetzt glitschigen Gletscherschliffplatten zum See zurück und anschliessend hinab ins Tal. Mal sehen, was die kommenden Tage bringen würden…

Alpinwanderung – 26. Juli 2017, T4, ↗1300m (3h30min), ↘1300m (2h45min).