Der Nebel des Meientals

Zwei Wochen ohne Skiern unten den Füssen: nach den Pulvertouren Ende Dezember hatte ich erst keine Lust auf gedeckelten bzw. zermatschten Schnee – die Weststürme mit Temperaturen im zweistelligen Bereich und Regen bis über 2000m scheinen mittlerweile zum üblichen Wetterbild Anfang bis Mitte Januar zu gehören – dann kam ein fieser Virus vorbei und dann war das Wetter schlecht. Aber heute sollte es wieder soweit sein: wir waren zeitig am Start an der Barriere im Meiental und liefen fröhlich durch den Färningerwald. Kurz oberhalb des Waldes hofften wir die Hochnebeldecke hinter uns zu lassen – aber war nicht: die Bise drückte die Wolken weiter nach oben als prognostiziert (Anmerkung fürs Logbuch: saure Gurken für das Wetterorakel besorgen). Und so irrten wir bald darauf oberhalb von Rieter 1891m im dichten Nebel umher. Nachdem wir noch eine Weile versucht hatten, die Sewenhütte zu finden, gaben wir auf und fuhren wieder hinab ins Tal. Ein kurzer Blick auf die Webcam der Region zeigte uns, dass wir voll ins Schwarze bzw. Weisse getroffen hatten: weiter westlich und südlich schien die Sonne. Also auf zum zweiten Versuch…

Skitour – 12. Januar, WS+, ↗↘600m, 2h, AlpinoM & N.A.